Theaterintervention → Österreich

Die Ursonate

von Kurt Schwitters
Kultur im öffentlichen Raum
Freitag, 16.8. | 20:00

NEUER ZEITRAUM! Das Stück wird an unterschiedlichen Orten im Zeitraum 16. - 24. August aufgeführt. Informationen zu Spielorten und Zeiten folgen demnächst!


Die "Ursonate" oder "Sonate in Urlauten" ist wohl das bekannteste Werk des 1887 in Hannover geborenen Künstlers Kurt Schwitters. Sie schwebt zwischen verschiedenen Kunstgattungen: sie ist Literatur, Musik, bildende Kunst und Performance. Kurt Schwitters arbeitet neun Jahre lang an seiner phonetischen Dichtung - inspiriert haben ihn Plakatgedichte von Raoul Hausmann. 1932 veröffentlicht Schwitters das Werk in der Nummer 24 seiner Zeitschrift "Merz".

Nachdem Kurt Schwitters am 6. September 1921 der Rezitation eines sogenannten Plakatgedichts seines Künstlerfreundes Raoul Hausmann beigewohnt hatte, ging ihm das abstrakte Buchstabenpoem „fmsbwtözäupggiv?mü“ nicht mehr aus dem Kopf. Aus der Übernahme und Weiterführung des Gehörten entstand die „Ursonate“, ein wichtiges Lautgedicht der frühen Moderne.

Schwitters trug seine Kreation, dessen Material er in Form einer klassischen Sonate arrangiert hatte, mit großem Erfolg vor und überlieferte sie als visuelle Partitur. Darüber hinaus arbeitete er bis an sein Lebensende an dem Versuch, eine passende musikalische „Harmonisierung“ für das für ihn zentrale Werk zu finden.


Kurt Schwitters wurde 20. Juni1887inHannover geboren. Er starb am 8. Januar 1948 in Kendal, Cumbria, England. Schwitters war ein deutscher Künstler, Maler, Dichter, Raumkünstler und Werbegrafiker, der unter dem Kennwort Merz ein dadaistisches „Gesamtweltbild“ entwickelte.

Sein Werk umfasst die Stilrichtungen Konstruktivismus, Surrealismus und Dadaismus. dem sie aber nur durch Gegensätzlichkeit ähnlich waren. Aus heutiger Sicht zählt Schwitters zu den einflussreichsten Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts.

→ eine Koproduktion mit dem Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung


€ frei